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Gegen Faschismus und Deutsche Besatzung. Der Widerstand in Italien

Eine Fotoausstellung der Institute für Widerstand und Zeitgeschichte Modena - Parma - Reggio Emilia

Erst seit wenigen Jahren wird über deutsche Besatzung und Kriegsverbrechen geforscht und publiziert. Die  Ausstellung über die Resistenza schließt eine Lücke, weil auf dem deutschen Markt kein Buch und keine Ausstellung mehr existieren, die sich speziell mit der PartisanInnenbewegung beschäftigen.

Die Ausstellung gibt anhand kurzer historischer Erläuterungen und zahlreicher Fotos und Plakate einen Überblick über den Faschismus in Italien seit 1922 und die Okkupation Italiens durch das nationalsozialistische Deutschland. Dem folgt eine umfangreiche Dokumentation der italienischen Resistenza.

Die geschichtlichen Erläuterungen und Bildunterschriften sind in italienischer und deutscher Sprache abgefasst. 

Nähere Auskünfte zur Ausstellung:

ISTORECO Reggio Emilia           e-mail: Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können

Inhaltsübersicht:

1. Der faschistische Krieg
Am 10. Juni 1940 tritt Italien in den Zweiten Weltkrieg ein. Aber seine Kriegsmaschinerie ist noch nicht bereit. Im März 1943 kommt es in den großen Fabriken Mailands und Turins zu Streiks, an denen mehr als 100.000 Arbeiter teilnehmen. An der Kriegsfront erleidet Italien mehrere Rückschläge.

 Piazza Venezia

2. Der Bündnispartner wird besetzt
Am 8. September 1943 wird die Unterzeichnung des Waffenstillstandes zwischen Italien und den anglo-amerikanischen Alliierten bekanntgegeben. Die italienische Halbinsel wird fast vollständig von Hitlerdeutschland besetzt und Mussolini aus dem Gefängnis befreit.

 Deutsches Propagandaplakat

3. Spontaner Widerstand
Die ersten Widerstandsaktionen sind zumeist Erscheinungen unorganisierter spontaner Gegenwehr. Bedeutend sind die von italienischen Armeeeinheiten im Ausland organisierten Widerstandsleistungen.

4. Verschiedene Organisationen in einem gemeinsamen Projekt
Sollte man sich verstecken oder kämpfen, große oder kleine Gruppen bilden, den Armeeoffizieren oder den Parteifunktionären vertrauen. Die PartisanInneneinheiten nehmen langsam Gestalt an. Fast alle werden von den antifaschistischen Parteien organisiert.

5. Der Guerillakrieg
Die Vorgehensweise der Guerilla konzentriert sich auf das Prinzip des Überraschungsangriffs und der schnellen Flucht. Die Teilnahme der Frauen an der Resistenza hat dazu beigetragen, einen langsamen, aber unumkehrbaren Prozess weiblicher Emanzipation in Bewegung zu setzen.

6. RSI-Faschismus gegen Resistenza
Die militärischen Einheiten der RSI werden von den Deutschen fast ausschließlich im Kampf gegen die Resistenza benutzt. Es beginnt die systematische Verfolgung der italienischen und aller in Italien lebenden Jüdinnen und Juden.

7. Nazifaschistische Massaker gegen die Zivilbevölkerung
Die wahllose Ausbeutung von Menschen und Ressourcen ist ein Grundelement der Besatzungspolitik. Die Nazis verüben zahlreiche Massaker an der Zivilbevölkerung.

Erschießung erster WiderstandskämpferInnen; unbekannter Ort in Italien.

8. Der letzte Kriegswinter
Besonders im Winter 1944/45 sind die Lebensbedingungen vieler PartisanInnen, aber auch die zahlreicher, insbesondere in Städten lebender Zivilisten von Kälte, Angst und Hunger gekennzeichnet.

9. Die Befreiung
Im April 1945 bricht die deutsche Front. Am 28. des Monats wird der Duce von Partisanen erschossen. Am 2. Mai 1945 kapitulieren die deutschen Truppen in Italien.

Winter 1944, Apennin bei Reggio Emilia. Sabotage ist eines der wichtigsten Aktionsfelder der PartisanInnen.

10. Die Erinnerung
Viele Menschen identifizieren sich mit der Resistenza, die tatsächlich eine Befreiung aus der faschistischen Vergangenheit darstellt. Noch heute wird der Resistenzageneration Respekt entgegengebracht.