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Deutsches Propagandaplakat Ende 1943: "Deutschland ist wirklich Euer Freund"

"Bedenkenlose Totalität des Vernichtungswillens"

Deutsche Kriegsverbrechen in Italien

Bezeichnend für die deutsche Besatzungsherrschaft und Kriegsführung in Italien ist eine Feststellung des Ministerrates von Mussolinis sogenannter REPUBBLICA SOCIALE ITALIANA im Januar 1945: Die Deutschen sollten endlich aufhören, das "Territorium der Republik, deren Bürger und Güter" als ihre "Kriegsbeute" zu betrachten.
Das Diktum des faschistischen Führungsgremiums widerspricht der bei uns gern geglaubten Behauptung, dass dem "Bruch kriegsvölkerrechtlicher Einhegungen und der Menschenvernichtungsmaschinerie im Osten eine überwiegend anständig agierende Wehrmacht im Westen" gegenüberstand. In Wahrheit gab es bei der Missachtung des Kriegsrechts lediglich ein quantitatives Ost-West-Gefälle.

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Wie war das alles möglich?

Eine Betrachtung zu den Ursachen von Kriegsverbrechen von Gerhard Schreiber

Als deutsche Besonderheit, die wesentlich zur Ermöglichung der auf dem italienischen Kriegsschauplatz und anderswo verübten Kriegsverbrechen beigetragen haben dürfte, wäre eine bis ins 19. Jahrhundert zu verfolgende Relativierungstendenz gegenüber dem internationalen Recht zu benennen. Diese fand zum Beispiel Ausdruck in der verbreiteten theoretischen Abwertung des Völkerrechts oder in der Bekämpfung humanitären Denkens im Offizierkorps. Im Nationalsozialismus erreichte all das einen Höhepunkt.

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Die größten Massaker in Italien 

Eine Übersicht

"Wo Banden in größerer Zahl auftreten, ist der in diesem Bezirk wohnende, jeweils zu bestimmende Prozentsatz der männlichen Bevölkerung festzunehmen und bei vorkommenden Gewalttätigkeiten zu erschießen" (Kesselring-Befehl).

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Anton Renninger (links) auf einem Volksfest bei Pinerolo

Der Schrank im Palazzo Cesi

Späte Prozesswelle gegen ehemalige deutsche Soldaten in Italien

Auf den Schreibtischen der italienischen StaatsanwältInnen stapelten sich plötzlich Berge von Akten über ehemalige Wehrmachtssoldaten oder SS-Angehörige, denen die Beteiligung an Kriegsverbrechen in Italien zur Last gelegt werden. Während der 20 Monate dauernden deutschen Besatzung wurden etwa 10.000 Zivilpersonen umgebracht, nicht eingerechnet sind Militärangehörige und WiderstandskämpferInnen. Anlass für das späte juristische Vorgehen war ein alter Aktenschrank im Palazzo Cesi, dem Sitz der Militär-Generalstaatsanwaltschaft im Rom.

 

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Der Kirchplatz - ein Ort des Massakers

Das Massaker von Sant’Anna di Stazzema

Schleppende Ermittlungen in Deutschland

Am 12. August 1944 überfiel die 16. SS-Panzergrenadierdivision "Reichsführer SS" das  norditalienische Dorf Sant’ Anna di Stazzema. Seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges leben die Täter unangefochten in der Bundesrepublik Deutschland. Erst 60 Jahre später begann in La Spezia der Prozess gegen die Verantwortlichen. Das Urteil, am 23. Juni 2005 gefällt, lautete: lebenslänglich für alle 10 Angeklagten.

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Renninger (links) auf einem Volksfest

"Höhle der Banditen"

Das Massaker von Cumiana

In seinem Buch Covo di banditi beschreibt der Politikwissenschaftler Marco Comello aus Cumiana eines der größten Massaker während der deutschen Besetzung Italiens: 51 Zivilisten werden in Cumiana als Vergeltung für eine Partisanenoperation erschossen.

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