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Deportation und ZwangsarbeitAus den "Arbeitsbrüdern" wurden Gefangene
Nach der Besetzung Italiens wurden die vormalig freiwilligen italienischen "Arbeitsbrüder" in Deutschland zu Gefangenen. Auch innerhalb Italiens wurden Menschen von den Nazis verschleppt und zur Arbeit in Industrie, Landwirtschaft oder an der Front gezwungen. Die Organisation dieser Sklaverei lag in der Hand der Organisation TODT. Zu Beginn des Jahres 1945 mussten 240.000 Menschen Frontbefestigungsarbeiten leisten. |
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Teil des deutschen LagersystemsDas Polizei- und Durchgangslager FossoliMit der Besetzung Italiens durch die Deutschen nach dem 8. September 1943 verschärfte sich die Situation jüdischer Menschen auf der Halbinsel. Bis dahin waren sie zwar aufgrund der 1938 erlassenen Rassengesetze starken Diskriminierungen ausgesetzt gewesen, aber keiner Verfolgung. Nun führten die Deutschen auch in Italien eine Politik der Vernichtung ein.
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Lageralltag in FossoliAussagen von Überlebenden sind nahezu die einzige Möglichkeit, den Alltag in Fossoli zu rekonstruieren. Es gibt kaum Unterlagen über dieses Durchgangslager, da sie alle von den Nazi-Truppen bei ihrem Abzug vernichtet wurden ... "Wir hätten uns alle selbst umgebracht" Die Venezianerin Amalia Navarro ist 27 Jahre alt, als sie mit ihrer Mutter und ihren Geschwistern im Mai 1944 von den Deutschen in das Durchgangslager Fossoli bei Carpi deportiert wird. |
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Die Kinder der Villa Emma Eine längst vergessene Geschichte
73 jüdische Kinder konnten durch jüdische Hilfsorganisationen, den Einsatz Einzelner sowie die Bevölkerung des italienischen Ortes Nonantola gerettet werden. Eine Geschichte, die lange Zeit in Vergessenheit geraten war. |
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Keines der jüdischen Kinder wurde entdecktDisma Piccinini erinnert sich an die Kinder der Villa Emma
Disma Piccinini lebt in dem kleinen Ort Nonantola in der Nähe von Modena in Norditalien. Als im Sommer 1942 die ersten der 73 jüdischen Kinder ankamen, war er 12 Jahre alt. |
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 Giorgio kam nicht mehr zum UnterrichtDie Verfolgung jüdischer Menschen in Parma: von den "Rassegesetzen" 1938 bis zur Shoa "Alles begann an diesem schicksalsschweren 2. September 1938, als ich auf der Straße die furchtbare Nachricht aus dem Lautsprecher erfuhr: ‚Die jüdischen Lehrkräfte und Schüler sind ab dem kommenden Schuljahr von den öffentlichen Schulen ausgeschlossen.' Für einen Moment wurde der Himmel pechschwarz und alles um mich herum und in mir brach zusammen." |
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Verfolgung von jüdischen Menschen in ItalienDie offene Repression und Deportation begann erst mit der deutschen Besatzung
Gemäß der Bevölkerungsstatistik lebten 1938 knapp 50.000 jüdische Menschen in Italien, darunter fast 8.000, die nach Italien geflohen waren, überwiegend aus Deutschland. Die Flucht nach Italien erfolgte, weil angesichts der massiven antijüdischen Hetze die Lebensbedingungen in Italien erträglicher schienen. Bis 1938 gab es in Italien zwar keine gesetzliche Verfolgung, wohl aber antisemitische Ressentiments. |
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''Die Angst war enorm ...'' Die Verfolgung Homosexueller im FaschismusDer italienische Faschismus, wie der deutsche Nationalsozialismus, verfolgte in den Jahren seiner Herrschaft Homosexualität als „gemeinschaftsschädliches Vergehen“, später als „Verunreinigung der Rasse“.
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