"Nicht nur symbolisch"Urteil im Marzabotto-Prozess Die Reaktion im Gerichtssaal ist differenziert: Zufriedenheit über die Verurteilungen, aber auch Unzufriedenheit über die Freisprüche. Der Staatsanwalt Marco De Paolis steht zumindest einigen Freisprüchen kritisch gegenüber. Die Vertreter der politischen Institutionen sind überwiegend zufrieden mit dem Ergebnis des Prozesses. Ferruccio Laffi, der 14 Familienangehörige bei dem Massaker verlor, hätte lieber alle Angeklagten verurteilt gesehen ... |
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Prozess wegen des SS-Massakers von Marzabotto: Zehn ehemalige SS-Soldaten zu lebenslangen Haftstrafen verurteilt Der Prozess wegen des Massakers von Marzabotto wurde seit einem Jahr in Abwesenheit gegen 17 ehemalige SS-Angehörigen vor dem Militärgericht in La Spezia geführt. Der Militärstaatsanwalt Marco di Paolis forderte für 15 Angeklagte eine lebenslängliche Haftstrafe, in zwei Fällen hat er für Freispruch plädiert. Das Urteil wurde am 13. Januar 2007 verkündet: Zehn Angeklagte wurden zu lebenslangen Haftstrafen verurteilt. |
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Zivile Opfer waren grausames Kalkül Das Massaker von Marzabotto Heute leben kaum mehr Menschen auf dem Monte Sole südöstlich von Marzabotto. Nur wenige überlebten das Nazi-Massaker zwischen 29. September und 1. Oktober 1944. Diejenigen, die in die zerstörten Ortschaften zurück kehrten, fanden noch Monate nach Kriegsende den Tod durch von deutschen Soldaten gelegte Minen. Das Massaker war von einem gemischten Verband aus SS und Einheiten der Wehrmacht verübt worden. |
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"Er wurde sofort niedergeschossen"Francesco Pirini, ein Überlebender von Marzabotto, erinnert sich"Ich versteckte mich auch diesmal in einem Waldstück, von dem aus ich Cerpiano sehen konnte. Ungefähr 16 Soldaten der SS waren angekommen. Sie hatten die älteren Männer, Frauen und Kinder in unser Kirchlein getrieben. ..."
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